Spielsucht kann gravierende Folgen haben. Ein Fall aus den Niederlanden macht das deutlich: Ein Spieler verlor einen siebenstelligen Betrag in Kryptowährungen in einem Krypto-Casino und versucht seither, seine Verluste zurückzuerhalten.
Ein Fall aus der Praxis
Der Spieler hatte sich wegen seiner Spielsucht in ein Ausschlussregister eintragen lassen. Das Casino prüfte dennoch nicht, ob er weiterspielen sollte, und umwarb ihn mit VIP-Angeboten. Anfragen, Transaktionen rückgängig zu machen, blieben unbeantwortet. Schließlich blieb nur der Weg über die Gerichte, bis hin zu einem Insolvenzantrag gegen den Lizenzinhaber. Das betreffende Casino wurde zugleich in Österreich und anderen EU-Staaten mit strengen Glücksspielgesetzen beworben.
Was der Fall zeigt
- Viele dieser Anbieter sitzen an Offshore-Standorten und sind dadurch schwer zu greifen.
- Selbstsperren und Ausschlussregister werden von solchen Casinos oft nicht beachtet.
- Hinter einem Casino steht häufig eine Kette aus Lizenznehmern und Masterlizenz.
Diese Strukturen erschweren die Durchsetzung, machen sie aber nicht unmöglich.
Die Lage in Österreich
In Österreich dürfen Online-Casinospiele nur mit einer Konzession angeboten werden. Anbieter, die sich allein auf eine ausländische Lizenz stützen, erfüllen diese Voraussetzung nicht. Verluste bei solchen Anbietern können zurückgefordert werden, auch wenn in Kryptowährungen gespielt wurde.
Wer das Gefühl hat, das Spielen nicht mehr selbst zu steuern, sollte unabhängige Unterstützung im Bereich Spielerschutz in Anspruch nehmen. Eine Übersicht anerkannter Beratungsstellen bietet das BMF Spielerschutz, Hilfsangebote. Die Prüfung Ihres Falls ist kostenlos. Im Erfolgsfall behält die R. M. Prozessfinanzierung GmbH ab 35 Prozent des erstrittenen Betrags ein, der übrige Betrag wird an Sie ausgezahlt. Mehr dazu auf der Seite Krypto-Casino.